Verbesserte Patientengenesung mit digitalen Thoraxdrainage Systemen

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Seit mehr als 10 Jahren bieten digitale Thoraxdrainage Systeme klare Vorteile für Patienten nach Lungen- oder Herzoperationen – einschließlich verbesserter Genesungszeiten und Behandlungsergebnisse. Dennoch schreitet die Digitalisierung in vielen Gesundheitseinrichtungen nach wie vor schleppend voran.

Woran liegt dies? Ein Faktor ist vermutlich die Vertrautheit des Pflegepersonals mit den herkömmlichen analogen Thoraxdrainage Systemen. Aber auch wer mit seinem bisherigen System zufrieden ist, sollte sich damit beschäftigen, wie digitale Alternativen den Genesungsprozess verbessern und bei der Lösung von Problemen helfen können, die mit analogen Systemen einhergehen.

Defizite analoger Systeme

Das Vorurteil, dass analoge Systeme nicht effektiv sein könnten, entspricht nicht der Wahrheit. Sie sind jedoch nicht bestmöglich auf eine optimierte Versorgung und einen verbesserten Behandlungserfolg ausgerichtet.

Dies ist weitgehend auf die in der Natur liegenden Defizite der meisten analogen Systeme zurückzuführen, darunter:1-2

  • Inkonsistente Anwendung von Unterdruck – der angewendete Druck kann je nach Genauigkeit des Saugreglers, des Aufstellorts des Geräts, im Schlauch befindlicher Flüssigkeit und anderen Variablen von den voreingestellten Werten abweichen
  • Sporadische Datenerfassung – Daten zu Luftleckagen lassen sich nur durch eine aktive Überprüfung der Wasserschlosskammer auf Blasenbildung durch Chirurgen oder Pflegekräfte gewinnen
  • Subjektive Interpretation – hinsichtlich der Ausprägung einer Luftleckage oder allgemein des Vorhandenseins einer Leckage kann es zu widersprüchlichen Beurteilungen durch das Pflegepersonal kommen
  • Patientenbeschwerden – Studien haben gezeigt, dass viele Patienten mit herkömmlichen analogen Thoraxdrainage Systemen weniger zufrieden sind
  • Suboptimale Dauer der Drainage oder des Krankenhausaufenthalts – die Drainagedauer und die Dauer des Krankenhausaufenthalts sind nicht ideal
  • Menschliche Faktoren, die die Wirksamkeit beeinflussen – um sicherzustellen, dass das System keine Leckagen aufweist, müssen herkömmliche Systeme durchgehend überwacht werden. Außerdem muss dafür Sorge getragen werden, dass das Gerät nicht versehentlich umgeworfen oder diskonnektiert wird.
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Wie digitale Thoraxdrainage Systeme die Patientenversorgung verbessern

Digitale Thoraxdrainage Systeme bringen sowohl für Patienten und Pflegepersonal als auch für das wirtschaftliche Ergebnis der Gesundheitseinrichtung nachweisbare Vorteile. Bei der Abwägung der Vor- und Nachteile eines jeden Systems sollten Sie die folgenden drei Möglichkeiten berücksichtigen, mit denen digitale Systeme zu einer besseren kardiothorakalen Versorgung beitragen können:

1. Verbesserte Behandlungserfolge durch die kontinuierliche Bereitstellung von Daten

Digitale Systeme erfassen und stellen kontinuierlich Daten bereit, so dass Herzchirurgen und Pflegepersonal schnelle und fundierte klinische Entscheidungen treffen können – dies sorgt für bessere Behandlungserfolge. Digitale Systeme können auch zu einer effizienteren Pflege beitragen:1-2

  • Präzise Regulierung und Aufrechterhaltung des Intrapleuraldrucks innerhalb eines festgelegten Bereichs zur Förderung der therapeutischen Konsistenz (verglichen mit der höheren Druckvariabilität/Inkonsistenz bei analogen Systemen).
  • Bereitstellung von Echtzeitdaten zu Luftleckagen und Flüssigkeitstrends über einen Zeitraum von 72 Stunden.
  • Ausschluss von bei analogen Systemen subjektiven Interpretationen von Luftblasenbildung im Wasserschloss
  • Vereinheitlichung von Krankenhauspraktiken und -protokollen durch die Verwendung objektiver Daten.
  • Übertragung von Patientendaten vom Gerät an Computersysteme zu Analyse- und Dokumentationszwecken.

ERAS® verlangt Genauigkeit3

In den ERAS-Richtlinien (Enhanced Recovery After Surgery) wird die Bedeutung der präzisen Messung von Luftleckagen bei Thorakotomie-Patienten betont. Analoge Thoraxdrainage Systeme sind zur Erfüllung dieser neuen Genauigkeitsanforderungen vermutlich nicht die beste Wahl. Digitale Systeme hingegen können die in den ERAS-Richtlinien vorgegebenen objektiv genauen Luftleckagemessungen leisten.

2. Positivere Patientenerfahrungen

Mit analogen Thoraxdrainage Systemen behandelte Herz-/Thorax-Patienten haben hinsichtlich Mobilität, Zweckmäßigkeit und Komfort dieser Systeme Bedenken geäußert.

Laut einer klinischen Studie berichteten im Gegensatz hierzu jedoch 100 % der Patienten von einer positiveren Erfahrung mit digitalen Thoraxdrainage Systemen.1

Ausgewählte Aspekte, zu denen die Patienten über eine bessere Erfahrung mit digitalen Systemen berichteten:1

  • Die Möglichkeit aus dem Bett aufzustehen (= 0,008).
  • Verbesserter Komfort für Patient und Pflegepersonal (= 0,02)

3. Vekürzte Drainagedauer/stationäre Behandlungsdauer

Mit digitalen Thoraxdrainage Systemen kann das Pflegepersonal den richtigen Zeitpunkt zum Entfernen der Drainage genauer bestimmen, wodurch sich die Drainagedauer im Vergleich zu analogen Systemen verkürzt. Dies bewirkt wiederum eine deutliche Verkürzung der stationären Behandlungsdauer sowie erhebliche Einsparungen bei den Behandlungskosten.

Digitale Thoraxdrainage Systeme bewirkten eine deutliche Reduzierung:1

  • der Luftleckagendauer im Vergleich zu analogen Systemen (1,0 bzw. 2,2 Tage; = 0,001)
  • der Drainagedauer im Vergleich zu analogen Systemen (3,6 bzw. 4,7 Tage; = 0,0001)
  • der postoperativen stationären Behandlungsdauer im Vergleich zu analogen Systemen (4,6 bzw. 5,6 Tage; < 0,0001)

Entscheiden Sie sich für ein bewährtes digitales Thoraxdrainage System

Zweifellos können digitale Thoraxdrainage Systeme zu einer besseren Versorgung beitragen. Aber nicht alle digitalen Systeme sind gleichwertig. Es gilt, ein System auszuwählen, für welches gesicherte Daten zu Herz-/Thorax-Patienten vorliegen.

Thopaz+ von Medela ist ein solches System. Es wurde speziell für die Einstellung des optimalen Unterdrucks bei der postoperativen Thoraxdrainage Therapie sowie für die objektive und verlässliche Überwachung des Patientenzustands entwickelt. Thopaz ist das in den vorgenannten Vergleichsstudien eingesetzte digitale System, das eine positivere Patientenerfahrung und eine kürzere Luftleckagendauer, Drainagedauer und stationäre Behandlungsdauer bewirkte.

Darüber hinaus ermöglicht Thopaz+:4-8

  • erhebliche Kosteneinsparungen pro Patient
  • höhere Sicherheit von Thoraxdrainage Patienten
  • verbesserte Übereinstimmung unter den Beobachtern durch genaue Überwachung von Luftleckagen
  • Verbesserung der klinischen Entscheidungsfindung durch kontinuierliche objektive Daten
  • Verbesserung der Patientenmobilität, da das System auch über Brusthöhe platziert werden kann
  • erhöhten Komfort und Benutzerfreundlichkeit für das medizinische Personal.

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Literaturhinweise:

1. Pompili C, Detterbeck F, Papagiannopoulos K, et al. Multicenter International Randomized Comparison of Objective and Subjective Outcomes Between Electronic and Traditional Chest Drainage Systems. Ann Thorac Surg 2014;98:490-7. 2. Miller DL, Helms GA, Mayfield WR. Digital Drainage System Reduces Hospitalization After Video-Assisted Thoracoscopic Surgery Lung Resection. Ann Thorac Surg 2016;102:955-61. 3. French DG, Plourde M, Henteleff H, et al. Optimal Management of Postoperative Parenchymal Air Leaks. J Thorac Dis 2018;10(32):S3789-S3798. 4. Pompili C, Brunelli A, Salati M, et al. Impact of the learning curve in the use of a novel electronic chest drainage system after pulmonary lobectomy: a case-matched analysis on the duration of chest tube usage. Interact Cardiovasc Thorac Surg. 2011 Nov;13(5):490-3. 5. Jablonski S, Brocki M, Wawrzycki M, et al. Efficacy assessment of the drainage with permanent airflow measurement in the treatment of pneumothorax with air leak. Thorac Cardiovasc Surg. 2014 Sep;62(6):509-515. 6. Mier JM, Molins L, Fibla JJ. The benefits of digital air leak assessment after pulmonary resection: prospective and comparative study. Cir Esp. 2010 Jun;87(6):385-9. 7. Interact Cardiovasc Thorac Surg. 2009, 9 (Supplement 1):S31. 8. Varela G, Jimenez MF, Novoa NM, Aranda JL. Postoperative chest tube management: measuring air leak using an electronic device decreases variability in the clinical practice. Eur J Cardiothorac Surg. 2009 Jan;35(1):28-31.